Gute Gründe



Gute
Gründe

 

Unsere evangelischen Friedhöfe sollen mit ihrer Gestaltung Trauernde ansprechen und trösten.

Wir haben uns bewusst gegen anonyme Grabstätten ausgesprochen, denn niemand ist ohne Namen.

Mit einem Menschen verbinden wir Erinnerungen, Würde, Identität und Einzigartigkeit. Kein Mensch ist so gering, dass nichts mehr an ihn erinnern sollte. Es tut den Hinterbliebenen oft gut, einen Ort der Trauer zu haben, einen Ort an dem Sie ihren Schmerz und die Trauer zulassen können.

Bei dieser Trauer möchten wir Ihnen helfen. Mit lieben Worten, mit passenden Liedern, mit berührenden Bildern. In unseren Gemeinden finden Sie emphatische Seelsorgerinnen und Seelsorger und auch Angebote für Trauer Cafés. Wir möchten Sie nicht allein lassen.

 

Unsere Friedhöfe sind nicht nur Orte der Trauer und des Todes, sondern sollen auch Orte des Lebens sein.

Hier finden Begegnungen bei dem Besuch des Grabes statt. Gleichgesinnte treffen sich, die im Gespräch Trost und Zuversicht finden. Dadurch wird der Friedhof ein lebendiger Ort der Kommunikation.

 

Unsere Friedhöfe haben eine lange Tradition.

Viele Familiengrabstätten erzählen uns, dass hier bereits seit Generationen bestattet wird. Für viele Menschen ist es tröstlich, bei den bereits verstorbenen Familienmitgliedern ihren letzten Frieden zu finden. Deshalb ist es bei einem Wahlgrab möglich, die Nutzungsrechte zu verlängern. Auch um jedem Trauernden die Zeit zu geben, die er für sich persönlich benötigt, selbst wenn diese über die vorgegebene Ruhezeit hinausgeht.

 

Auf vielen unserer Friedhöfe finden Sie ein liebevoll gestaltetes Sternenkinderfeld.

Leider geschieht es immer wieder, dass das Leben eines Kindes zu Ende ist, bevor es zur Welt kommt. Tot- und Fehlgeburten können hier beerdigt werden. Auch die so genannten „Sternenkinder“ sind bei Gott  nicht vergessen. Es soll ein Trost sein, zu wissen, dass es auch für diese sehr kleinen Kinder eine Ruhestätte gibt. Denn auch ihre Namen sind „im Himmel geschrieben“ (Lukasevangelium Kapitel 10, Vers 20)

 

Auf unseren Friedhöfen finden Sie eine Kultur der Nächstenliebe.

Auch Menschen die mittellos verstorben sind und deren Angehörige keine Bestattung bezahlen können, finden auf unseren Friedhöfen ihre letzte Ruhe.

Die Kosten einer solchen Bestattung übernimmt das Sozialamt. In der Regel sind dies leider nur eine Einäscherung und eine anonyme Beisetzung. Auf unseren evangelischen Friedhöfen werden Menschen jedoch nicht anonym bestattet. Weil kein Mensch unbedacht versterben soll, wird auch jeder Verstorbene namentlich genannt. Unsere Friedhöfe haben  für diese Bestattungen würdevolle Gemeinschaftsgrabstätten eingerichtet, denn für die christliche Gemeinschaft ist die Bestattung mittelloser Menschen seit dem frühen Christentum ein Werk der Barmherzigkeit.